next AI Sandbox
KI-Agents hands-on erleben und eigene Workflows entwickeln für eine fundierte KI-Strategie.
Beim jüngsten PMI Forum Event, das wir gemeinsam mit dem PMI Austria Chapter in unseren Räumlichkeiten organisierten, wurde eine Frage diskutiert, die viele Projektmanager:innen aktuell beschäftigt: Was bleibt von Projektmanager:innen, wenn KI einen Großteil der Arbeit übernimmt?
Die beiden Impulsvorträge von PMI Chapter Austria Präsident Dirk Withake und next level KI-Experte Johannes Kloibhofer näherten sich dieser Frage aus unterschiedlichen Richtungen. Während Dirk Withake mögliche Zukunftsszenarien rund um autonome KI-Agenten skizzierte, richtete Johannes Kloibhofer den Blick auf die gegenwärtige Praxis und die Frage, welche Herausforderungen Organisationen aktuell bei der Einführung von KI bewältigen müssen.
Trotz dieser unterschiedlichen Perspektiven kristallisierte sich im Zuge der Diskussionsrunde sehr schnell ein gemeinsames Bild: die Herausforderung, das Potenzial von KI in Organisationen tatsächlich auszuschöpfen.
Die öffentliche Wahrnehmung von KI wird häufig von Bildern geprägt, in denen intelligente Assistenten zu vollwertigen Teammitgliedern werden und Aufgaben eigenständig übernehmen, Entscheidungen treffen und Routinetätigkeiten automatisieren.
Doch Technologie verändert Organisationen nicht automatisch. Menschen und Organisationen müssen die Veränderung aktiv gestalten, um davon zu profitieren.
Viele Organisationen experimentieren mittlerweile mit unterschiedlichen KI-Lösungen. Die eigentliche Arbeit beginnt jedoch oft erst nach der technischen Umsetzung. Fragen zu Compliance, Datenschutz, Freigaben, Verantwortlichkeiten oder der Integration in bestehende Prozesse sind häufig deutlich aufwendiger als die Entwicklung der eigentlichen Lösung. Das bestätigt auch Johannes Kloibhofer mit einem Auszug aus einem aktuellen Praxisbeispiel.
Die Entwicklung einer KI-Lösung konnte in der next level Sandbox innerhalb weniger Wochen umgesetzt werden. Bis die Lösung produktiv einsetzbar war und organisatorisch verankert wurde, vergingen jedoch mehrere Monate. Der größte Aufwand entstand dabei nicht durch die Technologie selbst, sondern durch Abstimmungen, Freigaben und die Integration in bestehende Abläufe.
Wer Projektmanagement ausschließlich als Planung, Reporting oder Terminverwaltung versteht, könnte tatsächlich zu dem Schluss kommen, dass KI Projektmanager:innen künftig übernehmen wird. Versteht man Projektmanagement jedoch als die Fähigkeit, Menschen, Ziele, Entscheidungen und Veränderungen zusammenzubringen, ergibt sich ein anderes Bild.
KI macht Wissen, Analysen und Lösungsansätze zunehmend leichter verfügbar. Informationen lassen sich schneller beschaffen, auswerten und aufbereiten als noch vor wenigen Jahren. Der eigentliche Engpass verschiebt sich dadurch an eine andere Stelle.
Während Wissen leichter verfügbar wird, gewinnen jene Fähigkeiten an Bedeutung, die sich nicht einfach automatisieren lassen:
Gerade in KI-Initiativen zeigt sich immer wieder, dass technischer Fortschritt allein noch keine Wirkung erzeugt. Erst wenn neue Lösungen akzeptiert, verstanden und in den Arbeitsalltag integriert werden, entsteht tatsächlicher Nutzen.
Das ist letztlich keine neue Erkenntnis des Projektmanagements. Neu ist vielmehr die Geschwindigkeit, mit der diese Fähigkeiten aktuell an Bedeutung gewinnen.
Ein wesentlicher Aspekt der Diskussion war die Frage nach dem richtigen Umgang mit KI im Unternehmen. Oft entsteht der Eindruck, Organisationen müssten lediglich das passende Tool auswählen und eine einheitliche Strategie entwickeln.
Die Realität ist komplexer. Mittlerweile existieren unzählige KI-Lösungen mit unterschiedlichen Stärken und Einsatzgebieten. Was für ein Unternehmen sinnvoll ist, kann für ein anderes fast nutzlos sein.
Deshalb unterscheiden sich erfolgreiche Organisationen häufig weniger durch die Auswahl einzelner Tools als durch die Klarheit ihrer Ziele, die Einbindung der Mitarbeitenden und den bewussten Umgang mit Veränderung.
Denn neue Technologien verändern nicht nur Prozesse. Sie verändern auch Rollen, Verantwortlichkeiten und Erwartungen. Werden Mitarbeitende erst am Ende eines Projekts mit den Auswirkungen konfrontiert, entstehen häufig Unsicherheit und Widerstand. Werden sie frühzeitig eingebunden, steigen die Chancen auf eine nachhaltige Nutzung deutlich.
Daher reicht es selten aus, eine Lösung technisch bereitzustellen. Fähigkeiten wie Urteilsvermögen, Zielklarheit, Priorisierung und Change Management gewinnen zunehmend an Bedeutung. Genau diese Kompetenzen lassen sich nicht automatisieren und werden damit zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor bei der Einführung von KI.
Gerade deshalb gewinnen Kompetenzen rund um strategische Kommunikation, Transparenz und organisatorische Transformation weiter an Bedeutung.
KI-Agents hands-on erleben und eigene Workflows entwickeln für eine fundierte KI-Strategie.
Veränderung braucht mehr als gute Vorsätze – sie braucht aktives Change Management! Am 05. November 2026 widmen wir uns einen ganzen Tag lang dem Thema Veränderung.