Herz öffnen, statt Kopf zerbrechen
In vielen Organisationen ist der Zugang zu Problemen stark kognitiv und ausschließlich rational geprägt. Diese analytische Herangehensweise ist wichtig und der systemische Blick auf Emotions- und Kommunikationsdynamiken verändert das Bewusstsein dafür, was die Organisation wirklich braucht.
„Herz öffnen, statt Kopf zerbrechen“, betont Elisabeth Cartolaro als Zugang zur Stimmigkeit. Denn nicht jedes Problem lässt sich rein auf kognitiver Ebene lösen – vor allem dann nicht, wenn emotionale Dynamiken eine zentrale Rolle spielen.
Im Workshop veranschaulichte die Mental Health Expertin den Zusammenhang zwischen Emotionen und körperlichen Empfindungen mit einem kleinen Experiment. Die Teilnehmenden wurden gebeten, sich imaginativ eine Zitrone vorzustellen, sie aufzuschneiden und zum Mund zu führen. Die Rektion war eindeutig körperlich: erhöhter Speichelfluss, automatisches Verziehen des Gesichts.
Der Körper reagiert auf das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten und was wir uns vorstellen. Wenn wir uns gedanklich immer wieder mit belastenden Situationen beschäftigen, verstärken wir genau jene emotionalen Zustände, die uns blockieren. Der Versuch, Probleme „wegzudenken", verstärkt diese oft nur.