Warum NIS2 ein Organisationsprojekt ist?
Viele Unternehmen beschäftigen sich erst dann mit Cyber Security, wenn ein konkretes negatives Ereignis, wie eine Systemstörung, Datenverlust oder ein bevorstehendes Audit, Druck erzeugt. Doch reaktives Handeln ist in der Regel teurer und anfälliger für Fehler als proaktives. Dabei werden häufig nur punktuelle Maßnahmen umgesetzt, statt ein nachhaltiges Sicherheitskonzept zu erstellen. Ein einzelnes Tool, eine Schulung oder ein Audit ändern wenig, wenn darunter weiterhin Prozesse existieren, die niemand überprüft.
NIS2 zielt darauf ab, dass Risikomanagement-Maßnahmen auch langfristig wirken. Damit das gelingt, braucht es strategisch durchdachte Strukturen, professionelles Projektmanagement und klare Führung. Ein NIS2-Projekt funktioniert wie jedes große Change-Vorhaben: Es braucht einen realistischen Ausgangspunkt, klar definierte Rollen und Verantwortlichkeiten und einen strukturierten Plan, der in das Tagesgeschäft integriert werden kann.
Viele Unternehmen entscheiden sich dabei bewusst für externe Expertise. Nicht, weil das interne Team unqualifiziert wäre, sondern weil Sicherheitsprojekte Kompetenzen erfordern, die sich nicht nebenbei aufbauen lassen. Unternehmen, die kaum Erfahrung mit der Umsetzung von großen Sicherheitsprogrammen haben, sind gut beraten, sich gezielt Expertise zu holen.