Strukturelle Konflikte als (unsichtbarer) Kostenfaktor
Oft denkt man beim Wort „Konflikt“ automatisch an zwischenmenschliche Spannungen. Doch schon Peter Ferdinand Drucker (1909-2005) machte darauf aufmerksam, dass die überwiegende Zahl von Konflikten in Organisationen aus unklaren Strukturen, Prozessen und Rollen entsteht. „Das einzige, worum sich eine Führungskraft nicht zu kümmern braucht, sind Konflikte: Sie entstehen von selbst“, so der US-amerikanische Management-Vordenker mit österreichisch-ungarischen Wurzeln. Unausgesprochene Zuständigkeiten, mangelnde Transparenz oder widersprüchliche Ziele sorgen für Unsicherheit und Reibungsverluste. Genau diese strukturellen Hürden gilt es abzubauen.
Klare Abläufe, eindeutige Verantwortlichkeiten und eine nachvollziehbare Organisationskultur sind daher kein Luxus, sondern entscheidend, um Konflikte zu minimieren. Viele Unternehmen merken leider erst spät, dass sich ein gewisses Maß an professionell gestalteter Führungsstruktur und -kultur sehr schnell auszahlt - nicht nur für die Qualität der Arbeit, sondern auch für die Unternehmensbilanz.